• Blinis im Lasipalatsi. Photo: Ravintola Lasipalatsi/Ravintolakolmio-ryhmä
  • Lasipalatsi. Phot: Helsinki City Tourist and Convention Bureau/Esko Jämsä
  • Lasipalatsi logo. Photo: Ravintola Lasipalatsi/Ravintolakolmio-ryhmä
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Blinis gemeinsam genießen

Blinis kommen ursprünglich aus Russland und werden traditionell in guter Gesellschaft verspeist. In den 1990er Jahren erschienen sie erstmals auf den Menükarten finnischer Restaurants. Obwohl die Blinis aus Russland und Finnland nahezu die gleichen sind, werden sie auf unterschiedliche Art und Weise verzehrt. In Russland werden Blinis oft als süßes Dessert serviert, wohingegen die Finnen die dicken Pfannkuchen als Vorspeise oder sogar Hauptgang esse.

"Ich bin stolz, dass die Finnen gelernt haben, eine Vorspeise zu genießen: Besucher kommen in großen Gruppen zu uns und tauschen sich beim Essen ausgiebig untereinander aus. Da laufend Essen an den Tisch gebracht wird, entstehen keine Pausen. Das führt zu einer deutlich entspannteren Atmosphäre. Blinis werden von allen gerne gemocht – viele Familien kommen in unser Restaurant und verbringen ihren ganzen Abend hier", erzählt Petr.

Traditionen sind wichtig und so ist das Lasipalatsi bestrebt, seinen Stil, der sich im Laufe der Jahre entwickelt hat, beizubehalten. Blinis können mit verschiedenen Belägen gegessen werden, doch einer ist besonders beliebt.

"Unsere Gäste kommen vor allem wegen des Fischrogens, der so gut wie immer mit Blinis serviert werden. Der Rogen muss immer frisch sein. Das bedeutet, dass er gesammelt werden muss, sobald der Fisch gefangen wurde."

Eine beliebte Wahl unter Restaurantfreunden in Helsinki sind sechs verschiedene Toppings: Maränenrogen, Tartar aus gebeiztem Lachs, Shrimpssalat, Salat aus roter Beete und Apfel, Pilzsalat, Gurken, Honig und Sour Cream.

Quappen werden in der Blinis-Saison auch angeboten, wenn sie verfügbar sind. Küchenchef Petri Simonen empfiehlt Rogen von Quappen mit frischen Blinis – sofern das überhaupt möglich ist.

Ein Koch und seine Liebe zu Blinis

Petri Simonen freut sich jedes Jahr aufs Neue auf den Start der Blinis-Saison.

"Es ist nicht einfach der Versuchung zu widerstehen, wenn ich die ganze Zeit am Herd stehe, also esse ich in den ersten Tagen der Saison eine ganze Menge an Blinis. Ich esse sie besonders gerne mit verschiedenen Belägen. Ich schätze während der Blinis-Saison nehme ich immer ein paar Kilos zu!"

Besonders gern genießt Petri Blinis im Restaurant. Sein Traumrestaurant für Blinis ist das Savoy, in dem seine Karriere begann.

"Wenn die Bratpfanne sehr heiß wird und man eine Menge Butterschmalz zum Braten nimmt, kann die Küche zu Hause schnell zur Räucherkammer werden. Als ich 1985 als Chefkoch anfing, bereiteten wir Blinis im Savoy als Vorspeise zu. Für mich persönlich ist das immer noch der Ort, an dem ich am liebsten Blinis esse", gesteht Petri.

Text: Mariaana Nelimarkka