• Architektur in Helsinki (c) Jussi Hellsten/Visit Helsinki
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Architektur in Helsinki

Moderne, Funktionalismus und die größte Dichte an Gebäuden im Jugendstil in Nordeuropa machen Helsinki zu einem Zentrum für Architektur-Liebhaber.

Die Architektur der Stadt ist geprägt durch nordischen Minimalismus und Raffinesse. Das Stadtzentrum, besonders das Viertel rund um den Senatsplatz, ist ein einzigartiges Beispiel neoklassizistischer Architektur.

Die Bauwerke der Seefestung Suomenlinna vereinen drei einzigartige Bauperioden – die schwedische, russische und finnische – zu einer faszinierenden Einheit.

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Die Uspenski Kathedrale, vom Architekten Alexei Gornostajew entworfen und 1868 geweiht, repräsentiert als größte orthodoxe Kirche in Westeuropa das byzantinisch-russische Architekturerbe Helsinkis. Im Stadtzentrum findet man viele Gebäude, die eine bestimmte Art der Architektur prägen, wie etwa Gustaf Nyströms Ständehaus (1890). Das Werk aus der Neorenaissance von Theodor Höijer kann entlang der Nordseite der Esplanade bewundert werden, sowie auch im Kunstmuseum Ateneum (1883).

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Art Nouveau, auch bekannt als Jugendstil, wurde in Finnland in seiner eigenen Form der Nationalromantik interpretiert. Einige der bekanntesten Beispiele sind Lars Soncks Jugendsali Hall (1904) und das Nationalmuseum (1910) vom berühmten Architekten-Trio Gesellius-Lindgren-Saarinen. Der späte Jugendstil ist vor allem durch den Hauptbahnhof (1914), entworfen von Eliel Saarinen, vertreten. Der nordische Klassizismus der 1920er Jahre findet sich in der Architektur des Parlamentsgebäudes, 1931 von J. S. Siren entworfen.

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Holz-Architektur kann in der Vierteln Käpylä, Puu-Vallila und Etu-Töölö bewundert werden. Die Architektur des Käpylä-Viertels repräsentiert den Klassizismus der 1920er Jahre. Das neueste Beispiel für Holz-Architektur ist die Kapelle Kamppi - Kapelle der Stille - von 2012.

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Bedeutende Beispiele für den Funktionalismus sind das Olympiastadion (1938) und der ‚Glaspalast’ Lasipalatsi (1935).

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Die Entwürfe des weltbekannten finnischen Architekten Alvar Aalto repräsentieren die Moderne in ihrer schönsten Form. Dazu zählen die Akademische Buchhandlung (1969) und die Finlandia-Halle (1971/1975). Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Helsinki ist die Felsenkirche Temppeliaukio (1969), die von Timo und Tuomo Suomalainen als Teil des Naturgestein entworfen wurde.

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Das Museum zeitgenössischer Kunst Kiasma (1998), entworfen vom amerikanischen Architekten Steven Holl, repräsentiert gleichzeitig auch das beste der zeitgenössischen Architektur. Minimalistisches Design von Glas und Stahl findet sich im Sanomatalo-Gebäude (1999) sowie im High Tech Centre (2001) im Stadtteil Ruoholahti. Das Musikzentrum von Helsinki eröffnete im Herbst 2011 neben der Finlandia-Halle und wurde von LPR-Architekten konzipiert. Die Hauptbibliothek der Universität Helsinki, Kaisa-talo, wurde 2012 fertig gestellt. Das Gebäude aus Glas wurde von Anttinen Oiva Architects Ltd entworfen.

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Aktualisiert 16.11.2015

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