• Pohjolankatu, Photo: Joni Rousku
  • Puu-Vallila, Photo: Joni Rousku
  • Puu-Vallila, Photo: Joni Rousku
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Holzhaussiedlungen in Helsinki

In den 1990er Jahren wuchs Helsinki rasant. Um die Wohnungsnot zu lindern, entstanden mehrere Arbeiterviertel aus Holzhäusern. Viele dieser Stadtteile wurden in den 1960er und 1970er Jahren abgerissen, gleichzeitig wurden jedoch die restlichen Bezirke geschützt.

Die ehemaligen Wohnviertel der Arbeiterklasse verwandelten sich zu Vierteln der Mittelklasse und sind besonders bei städtischen Bohemiens beliebt. In den Vierteln befinden sich Eckkneipen, Cafés und kleine Straßenläden.

Die Bezirke Kumpula und Käpylä feiern jedes Jahr Blockpartys und auch die anderen Holzhaussiedlungen sind sehr lebendig. Es gibt Flohmärkte und städtische Landwirtschaft, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Jeder Stadtteil hat seine ganz eigne einzigartige Atmosphäre. Puu-Vallila, Kumpula und Toukola gehören jetzt zu den begehrtesten Wohnvierteln in Helsinki.

Puu-Vallila

Puu-Vallila war das erste Viertel, welches speziell für die Arbeiterklasse gebaut wurde. Es wurde zwischen den Industriegebieten von Vallila und Sörnäinen in zwei Phasen, in den 1910ern und den 1920ern, errichtet.

Die Ideale der 1910ern kann man heute noch an den kleinen Parzellen, die die engen Straßen säumen und dem natürlichen Gelände folgen, erkennen. Hinter den Holzhäusern mit ihren Mansardendächern befinden sich kleine Gärten und Nebengebäude. Die Architekten Karl Hård von Segerstad, Armas Lindgren und Jussi und Toivo Paatela waren zu ihrer Zeit sehr bekannt.

Zu den beliebten Attraktionen in Puu-Vallila gehören heute die traditionelle Bar Pikku-Vallila, die Kaffeebar Päiväkahvibaari und von Helsinkis Kaffeerösterei geführt wird.

Puu-Käpylä

Die Holzhaussiedlung Puu-Käpylä wurde in den frühen 1920er Jahren entlang der Eisenbahnstrecken im Norden der Innenstadt gebaut. Das Viertel wurde von Martti Välikangas entworfen und aus Rundhölzern errichtet. Die Häuser spiegeln die britischen Ideale einer Gartenstadt wider.

Schwerpunkt war es, ein gutes Umfeld für Familien mit Kindern zu schaffen, welches naturnah ist und Gärten für den Anbau von Lebensmitteln beinhaltet. In der Tat wird Puu-Käpylä oft als eine der besten Wohngegenden Finnlands bezeichnet.

Entlang der Hauptstraße von Puu-Käpylä, Pohjolankatu, verlaufen Straßenbahnlinien und die Straße verfügt über einen schönen traditionellen Baldachin-Kiosk und am Ende befindet sich ein Park. Hier ist ein sehr angenehmes Milieu entstanden, um den einen oder anderen Kaffee zu genießen. Das angeschlossene Restaurant Puisto im Park Hotel ist außerdem ideal um den größeren Appetit zu stillen.